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Grenzüberschreitendes Arbeiten im Homeoffice

Homeoffice

Die Corona-Pandemie hat viele Arbeitnehmer über lange Zeit gezwungen, von zu Hause aus zu arbeiten. Das hat große Herausforderungen mit sich gebracht. Die Vorteile sind jedoch auch nicht gering: weniger Fahrtzeit und eine bessere Verbindung von Arbeits- und Privatleben. Viele Arbeitnehmer möchten auf die Arbeit im Homeoffice (für einen Teil) nicht mehr verzichten, und viele Arbeitgeber bieten die Arbeit im Homeoffice gerne als zusätzliche Arbeitsbedingung an. 

Manche Arbeitgeber bieten Arbeitnehmern sogar an, vollständig von zu Hause aus zu arbeiten. Aber was ist, wenn Ihr Mitarbeiter jenseits der Grenze wohnt? Ihr Mitarbeiter arbeitet dann teilweise in einem anderen Land. Und das kann steuerliche und versicherungsrechtliche Konsequenzen haben.

Was die Homeoffice-Arbeit als Folge der Corona-Pandemie betrifft, so haben die Niederlande zum Glück mit Belgien und Deutschland vereinbart, dass dies bis 31. Dezember 2021 keine steuerlichen Folgen haben darf. Innerhalb der Europäischen Union gilt die Absprache, dass die Arbeit im Homeoffice aufgrund von Corona keine Auswirkungen auf die Sozialversicherung haben darf (mindestens gültig bis 31. Dezember 2021).

Aber wie sieht es aus, wenn der Arbeitnehmer auch nach Corona noch teilweise weiterhin von zu Hause aus arbeitet?

Sozialversicherung

Innerhalb der Europäischen Union hat man sich darauf geeinigt, dass ein Mitarbeiter, der mindestens 25 % seiner Tätigkeit in dem Land ausübt, in dem er wohnt, in seinem Wohnsitzland sozialversichert ist. Wenn Ihr Mitarbeiter in Deutschland wohnt und zwei Tage pro Woche im Homeoffice in Deutschland arbeiten darf, ist er in Deutschland versichert. Auch wenn Ihr Unternehmen ausschließlich in den Niederlanden Aktivitäten ausübt.

Sie können eine A1-Erklärung beantragen, die endgültig über die Frage entscheidet, in welchem Land der Arbeitnehmer versichert ist. Eine A1-Erklärung ist für beide Länder bindend. Haben Sie bereits eine A1-Erklärung, aber hat sich die Verteilung Arbeit im Büro / Arbeit zu Hause substanziell geändert? Dann müssen Sie dies der Stelle melden, die die A1-Erklärung ausgestellt hat.

Steuern

Wenn der Mitarbeiter vollständig in dem Land arbeitet, in dem er auch wohnt, ist er in diesem Land steuerpflichtig. Wenn der Mitarbeiter teilweise in seinem Wohnsitzland und teilweise in dem Land des Sitzes seines Arbeitgebers arbeitet, muss sein Gehalt zu steuerlichen Zwecken meistens aufgeteilt werden.

Beispiel

Hendrik wohnt in Belgien und arbeitet fünf Tage pro Woche in Maastricht als IT’ler für seinen niederländischen Arbeitgeber. Wegen Corona hat er vollständig von zu Hause aus gearbeitet – in Belgien. Das hat ihm sehr gut gefallen, und zum 1. September wird sein Arbeitsvertrag um eine Bestimmung ergänzt, die regelt, dass Hendrik Anspruch darauf hat, auch nach Corona drei Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Es besteht jetzt also eine Vereinbarung, dass der Arbeitnehmer zu 60 % in Belgien arbeitet und zu 40 % in den Niederlanden.

Folge: 60 % des Gehalts von Hendrik werden in Belgien versteuert und 40 % in den Niederlanden. Der Mitarbeiter ist nicht mehr in den Niederlanden sozialversichert, sondern in Belgien (RSZ).

In den meisten Ländern Europas ist es so geregelt, dass Sie als Arbeitgeber dafür verantwortlich sind, dass die richtigen Steuern und Beiträge zu den Arbeitnehmerversicherungen abgeführt werden. Das ist ein guter Grund dafür, die Situation sorgfältig prüfen zu lassen.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner von Accon International, oder Senden Sie hierfür eine E-Mail an international@acconavm.nl.

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