Informationsaustausch mit Steuerbehörden

MDR

Steuerberater und andere Vermittler, die in Steuerfragen beraten, müssen ab dem Jahr 2020 in bestimmten Beratungsangelegenheiten Informationen gegenüber den Steuerbehörden offenlegen. So steht es in den europäischen Mandatory Disclosure Rules (MDR).

Dieser obligatorische Informationsaustausch gilt für grenzüberschreitende Transaktionen, die bestimmte Merkmale – sogenannte hallmarks – aufweisen. Diese Merkmale können auf bestimmte unerwünschte Steuergestaltungsmodelle hinweisen.

Transparenz und Missbrauchsbekämpfung

Die MDR-Vorschriften bauen auf EU-Transparenzvorschriften und Maßnahmen zur Missbrauchsbekämpfung im Rahmen der Verhinderung von Steuerverkürzung auf. Ziel der EU ist es, den Mitgliedstaaten bei Bedarf eine Anpassung ihrer Gesetzgebung zu ermöglichen, damit unerwünschte Steuergestaltungsmodelle verhindert werden können.

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie bei grenzüberschreitenden Transaktionen mit einem der aufgeführten Merkmale (= hallmarks) beraten werden, muss Ihr Berater möglicherweise Informationen über diese Transaktion gegenüber den Steuerbehörden offenlegen.

Diese Merkmale kennzeichnen beispielsweise Transaktionen, bei denen eine Zahlung an ein Unternehmen in einem anderen Land erfolgt und

  • der Empfänger der Zahlungen steuerrechtlich in keinem Land erfasst ist; oder
  • der Empfänger der Zahlung in einem Land ansässig ist, in dem keine oder nur eine sehr niedrige Ertragssteuer erhoben wird; oder
  • die Zahlung im Land des Empfängers von der Ertragssteuer befreit ist; oder
  • die Zahlung im Land des Empfängers einer besonders vorteilhaften Steuer unterliegt.

Ihr acconavm Berater informiert Sie, wenn auf der Grundlage der MDR Informationen an das Finanzamt weitergegeben werden.

Brauchen Sie Beratung zu diesem Thema?
Füllen Sie das unten angebrachte Formular aus und wir werden uns bei Ihnen melden
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.



<< Zurück zur Übersicht